Geschichte des fotoclubs ObjektivArt96 e.V.

Der Fotoclub ObjektivArt’96 e.V. Fotoclub im Ruhrgebiet wurde per Satzung am 07.08.1996 gegründet.

Es waren eine Hand voll Fotografen, ursprünglich aus der Fotogilde Wengern kommend, die sich regelmäßig mittwochs in der Dunkelkammer trafen, um erste eigene Versuche zu unternehmen. Der Schwerpunkt dieser Fotografen lag in der Personenfotografie, oder wie man heute sagen würde, People-Fotografie.

Diese Gruppe löste sich im Jahr 1996 aus der Fotogilde Wengern heraus und beschloss einen eigenen Foto-Verein zu gründen.

So hat sich die damalige Dunkelkammer-Gruppe zusammengetan und den Verein ObjektivArt’96 ins Leben gerufen. Gegründet wurde der Verein per verabschiedeter Vereinssatzung am 07. August 1996. Gründungsmitglieder waren fünf Ehemalige aus der Fotogilde Wengern und, da für eine Vereinsgründung sieben Personen erforderlich sind, zwei Ehefrauen, die hier unterstützend eingegriffen haben.

Zwei dieser Gründungsmitglieder sind noch heute im Fotoclub.

Zu Beginn haben sich die Fotografen in einer Garage, welches gleichzeitig Dunkelkammer und Fotostudio eines der fünf Clubmitglieder war, regelmäßig getroffen.

Darauf sollte das erste feste Domizil des Clubs in einer alten Waschkaue in einem kleinen Handwerks- und Gewerbehof an der Augustastrasse in Witten folgen. Hier haben die damaligen Mitglieder viel Arbeit und Schweiß investiert, um aus den Räumlichkeiten schöne Vereinsräume zu gestalten. Eine Zeit im Verein, zu der jeder jeden kannte und man sich wie eine große Familie vorkam.

Zu dieser Zeit hatte der Verein etwa 15-20 Mitglieder, es wurde viel über Technik und Kamerasysteme gefachsimpelt. Die Clubabende wurden durch gelegentliche Diavorträge bereichert. Gemütliche Vereinsabende im überschaubaren Kreis hatten manchmal durchaus ‚Stammtisch‘ Charakter, was zum besagten „großen Familie“ – Gefühl beitrug.

Mit der steigenden Mitgliederzahl kam nach einigen Jahren, im Mai 1999, der Umzug in das Gebäude der ehemaligen Waldorfschule an der Bochumer Straße. Hier war und ist die Ruhrbühne zuhause und mit der teilte sich der Fotoclub das Gebäude. Auch hier war wieder Ärmel hochkrempeln und harte Arbeit gefragt, bevor sich in den neuen Räumen nette Clubabende gestalten ließen.

Nun kamen die ersten Ausstellungen auf den Verein zu, die im Gemeinschaftsflur der alten Schule stattfanden. Die Mitgliederzahl begann zu steigen und es kamen noch externe Ausstellungen dazu. Bildbesprechungen an den Mittwochenabenden sollten nun zunehmend den Charakter der Zusammenkünfte prägen, die recht technische Diskussion wich immer mehr dem Fachgespräch über Motiv, Bildaufbau und Bildkomposition.

Auch hier wurde regelmäßig gefeiert, zum Teil auch mit den Freunden der Ruhrbühne.

Im Jahr 2013 machten sich die Freunde der Ruhrbühne Gedanken über den Kauf der Immobilie an der Bochumer-Straße, mit langem Vorlauf hatte der Fotoclub ausreichend Zeit sich ein neues Domizil zu suchen. Diese Suche hatte den heutigen Standort hier an der Rüsbergstrasse zum Ergebnis. Im Dezember 2014 wurde der neue Mietvertrag unterschrieben. Der Fotoclub ist mit etwa 45-50 Mitgliedern an diesen Standort gezogen und es wurde nach Möglichkeiten gesucht die Mitgliederzahl zu erhöhen. Hier war es ein Glücksfall, dass ein Clubmitglied auch beim Nabu als Naturfotograf tätig war und dort andere Fotografen und Fotografinnen ansprach, von denen sich etwa 25-30 dem Verein anschlossen. Und so war die Natur-Fotogruppe gegründet, die im Laufe der Zeit auf ca. 50 Mitglieder anwuchs.

An dem jetzigen Standort fühlt sich der Fotoclub noch immer sehr wohl.

Die heutigen Vereinsräume bieten Platz für einen großen Versammlungsraum, einen Seminarraum, eine Dunkelkammer, ein Fotostudio und die für die Kommunikation essenzielle Küche.

Auch Ausstellungen finden regelmäßig in den eigenen Vereinsräumen statt und bieten Platz für rund vierzig Fotografien. Es gibt heute an rund 16 Abenden im Monat Clubtreffen der Mitglieder, die sich in 7 unterschiedliche Foto-Themengruppen organisieren. Der traditionelle Mittwoch ist geblieben. Hinzugekommen sind Gruppenabende, die sich mit speziellen Schwerpunkten wie Naturfotografie, Streetfotografie, Analoge-Fotografie, Reisefotografie, Intensive Bildbesprechung und Künstlerischer Fotografie befassen. Auch eine Lightpainting- und eine Studiogruppe gehören inzwischen zum Fotoclub.

Regelmäßig finden Fotowalks und Ausflüge, Workshops und Vorträge statt, nimmt der Club mit eigenem Stand an externen Veranstaltungen wie der Photo & Adventure Duisburg, der ExtaSchicht oder auch dem Ökomarkt Witten teil.

ObjektivArt’96 ist stolz darauf ein fester Bestandteil der Wittener Kulturszene zu sein und stellt regelmäßig Bilder in der Stadtgalerie Witten aus. Auch an anderen Orten gab es Ausstellungen. So z.B.:

2023 als Wanderausstellung „Deine Kirche mit meinen Augen“ im Kirchenkreis Hattingen/Witten

2025 mit Themenschwerpunkten der einzelnen Fotogruppen in der Universitäts-Zahnklinik Witten/Herdecke

und aktuell „Wem gehört die Eisenbahn?“ im Eisenbahnmuseum Bochum.

Was am 07. August 1996 mit 7 Mitgliedern begann hat sich in 30 Jahren zum aktuell größten Fotoclub im Ruhrgebiet mit über 140 Mitgliedern entwickelt. Ein reger Austausch und aktives Miteinander von Profi- und Hobbyfotograf:innen in allen Bereichen der Fotografie macht diesen Fotoclub so attraktiv!